Seminar 1
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Das Gewissen des Menschen wird als Instanz in der griechischen Antike erstmals als innere Stimme formuliert. Es tritt an die Stelle der von außen den Menschen heimsuchenden rächenden Schicksalsgöttingen. In Sophokles „Antigone“ (Seminar 1) ist eine Tragödie auf uns gekommen, in der wir diese neue Erfahrung beobachten können. Mit dem Christentum vertieft sich die Entwicklung des Gewissens. Für Paulus (Seminar 2) wird auch der Gott ein Erlebnis im Inneren, so dass sich Gewissen und Gott wiederum verbinden. Das Mittelalter trifft die folgenreiche Unterscheidung eines Gewissens im äußeren Sinne als einer anerzogenen Instanz, kulturell geprägt, und einer rein geistigen Relation zu Gott, der „synderesis“ – eine Unterscheidung, die wir anhand von Texten des Albertus Magnus erörtern werden (Seminar 3). Diese syndersis geht in der Neuzeit praktisch vollständig verloren. Das letzte Seminar (Seminar 4) widmet sich der Frage, wie wir diese auf der Gegenwart angemessene Weise wiedergewinnen können.
Die Seminarzeiten sind an allen Wochenenden:
Freitag, 15:00 – 18:30 Uhr
Samstag, 9:30 – 18:00 Uhr
Sonntag, 9:30 – 13:00 Uhr
ACHTUNG: Die Anmeldung ist nur für ehemalige Teilnehmende der Weiterbildung LEBENDIGE PHILOSOPHIE möglich.
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